Bei der gestrigen Generalversammlung der Nahwärme Kirchham wurde eindrucksvoll Bilanz gezogen – und diese kann sich sehen lassen. Revisor Mag. Franz Kastenhofer präsentierte ein hervorragendes Ergebnis, das die positive Entwicklung der vergangenen Jahre eindrucksvoll bestätigt.
In den letzten Jahren wurden insgesamt rund 400.000 Euro in die Weiterentwicklung der Anlage investiert. Zu den wichtigsten Maßnahmen zählten die Errichtung einer Photovoltaikanlage sowie die Installation eines großen Pufferspeichers. Diese Investitionen stärken nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern erhöhen auch die Effizienz und Nachhaltigkeit des gesamten Systems.
Besonders beeindruckend ist die ökologische Bilanz: Allein im vergangenen Jahr konnten rund 450.000 Liter Heizöl ersetzt werden. Das entspricht einer Einsparung von etwa 1,5 Millionen Kilogramm CO₂. Damit leistet die Nahwärme Kirchham einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Energieunabhängigkeit.
Obmann Stephan Söllner zeigte sich über die Entwicklung sehr erfreut:
„Die Zahlen bestätigen eindrucksvoll, dass wir mit unserer Nahwärme den richtigen Weg eingeschlagen haben. Die Investitionen der letzten Jahre zahlen sich sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch aus. Besonders stolz macht mich, dass wir gemeinsam einen so großen Beitrag zum Klimaschutz in unserer Region leisten können.“
Ein weiterer wichtiger Punkt der Generalversammlung war die Neuwahl des Vorstandes. Stephan Söllner wurde gemeinsam mit dem gesamten Vorstandsteam einstimmig in seiner Funktion bestätigt. Dieses klare Vertrauensvotum unterstreicht die hohe Zufriedenheit der Mitglieder mit der bisherigen Arbeit und der erfolgreichen Entwicklung der Nahwärme Kirchham.
Als kleines Zeichen des Dankes für das große Engagement erhielten die 36 beteiligten Landwirte jeweils einen Vogelnistkasten. Dieses Geschenk steht symbolisch für die Verantwortung gegenüber Umwelt und Natur. Neben der nachhaltigen Energieversorgung setzt man bewusst auch auf Maßnahmen im Bereich des biologischen Forstschutzes.
Durch das gezielte Schaffen von Nistplätzen für Vögel und die Unterstützung von Waldameisen wird die Biodiversität gefördert und die Resilienz des Waldes gestärkt. Singvögel und Ameisen leisten einen wichtigen Beitrag zur natürlichen Reduktion von Schädlingen. Der Schädlingsdruck wird auf umweltfreundliche Weise verringert – ein Gewinn für Tiere, Wald und letztlich auch für uns Menschen. Denn nur ein gesunder Wald ist leistungsfähig – sowohl aus ökologischer als auch aus wirtschaftlicher Sicht.
Die Generalversammlung zeigte einmal mehr: Die Nahwärme Kirchham ist nicht nur ein Erfolgsmodell in der regionalen Energieversorgung, sondern auch ein starkes Zeichen für gelebte Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Wirtschaften in unserer Gemeinde.
